Identität in der Grenzregion. Wissenschaft und Literatur im Spiegel lokaler Narrative
So. 07-09-2025, 12:00
Diskussion
Kammersaal
Diskussion
Kammersaal
Im Rahmen des Turniers der wahren Musiker laden wir zu einer öffentlichen Diskussion mit Wissenschaftlerinnen – Literaturwissenschaftlerinnen und Kulturanthropologinnen – ein, die sich mit der Rolle von Wissenschaft und Literatur bei der Entstehung lokaler Identitäten in der deutsch-polnischen Grenzregion beschäftigen – mit besonderem Fokus auf Westpommern.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen Karolina Ćwiek-Rogalska – Kulturwissenschaftlerin, Bohemistin und Forscherin am Institut für Slawistik der Polnischen Akademie der Wissenschaften – sowie Brygida Helbig – deutsch-polnische Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Das Gespräch bietet die Gelegenheit, zu reflektieren, wie Identitäten sowohl „von unten“ – durch die alltäglichen Praktiken der Bewohner:innen – als auch „von oben“ – durch Kulturinstitutionen, Bildungsprozesse oder Verwaltungsmaßnahmen – entstehen. Zur Diskussion steht, ob und inwieweit eine gemeinsame, transnationale Identität – auch im Bereich musikalischer Ausdrucksformen – zwischen polnischen und deutschen Akteur:innen in der Grenzregion denkbar und tragfähig ist. Oder ist es vielleicht wertvoller, gute nachbarschaftliche Beziehungen aufzubauen – im Respekt vor individuellen Erfahrungen und kulturellen Unterschieden?
Ein weiterer zentraler Aspekt der Diskussion ist die Rolle migrantischer Kulturen in den gegenwärtigen Identitätsnarrativen der Region. Wir fragen, wie sie sich in die bestehende Vielstimmigkeit einfügen – und wie sie diese bereichern können. Zugleich möchten wir reflektieren, wie wir – als Forscher:innen und Kulturschaffende – diese Prozesse unterstützen können: indem wir dokumentieren, interpretieren und die Stimmen stärken, die neue Erzählungen über die Identität Westpommerns formen.
Moderiert wird die Diskussion von Kaciaryna Bychak, einer Theologin und Kulturanthropologin, die interdisziplinär zu den religiösen Kulturen Osteuropas, dem kulturellen Gedächtnis und der Migration forscht. Sie ist außerdem Autorin wissenschaftlicher Publikationen zu Volksreligiosität und Folklore. Sie führt Feldforschungen an der polnisch-belarussisch-litauischen Grenze und in Westpommern durch. Sie ist Kulturmanagerin und Kuratorin bei Trafo in Stettin.
Ein weiterer zentraler Aspekt der Diskussion ist die Rolle migrantischer Kulturen in den gegenwärtigen Identitätsnarrativen der Region. Wir fragen, wie sie sich in die bestehende Vielstimmigkeit einfügen – und wie sie diese bereichern können. Zugleich möchten wir reflektieren, wie wir – als Forscher:innen und Kulturschaffende – diese Prozesse unterstützen können: indem wir dokumentieren, interpretieren und die Stimmen stärken, die neue Erzählungen über die Identität Westpommerns formen.
Moderiert wird die Diskussion von Kaciaryna Bychak, einer Theologin und Kulturanthropologin, die interdisziplinär zu den religiösen Kulturen Osteuropas, dem kulturellen Gedächtnis und der Migration forscht. Sie ist außerdem Autorin wissenschaftlicher Publikationen zu Volksreligiosität und Folklore. Sie führt Feldforschungen an der polnisch-belarussisch-litauischen Grenze und in Westpommern durch. Sie ist Kulturmanagerin und Kuratorin bei Trafo in Stettin.



